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Cinema-Paradiso

DREHBUCHKLAUSUR

Für die Drehbuchklausur 2018 in Baden hat die Jury (Mag. Andrea ERNST, Mag.art. Andrea OKI, Mag. Peter SCHERNHUBER und Andrea CHRISTA) folgende Teilnehmerinnen ausgewählt:
(Vorname, Name, alphabethisch, Staatsbürgerschaft, aktueller Wohnort)

Johannes BÜLTERMANN (AT, Wien)
Ilinca
FLORIAN (AT, Berlin)
Christoph
HORNAK (AT, Wien)
Corinna C.
POETTER (DE, Bonn)
Philipp
SCHERZER (DE, München)
Lilli
SCHWABE (DE, Wien)
Bernhard
JAROSCH (DE, Berlin) und Manuel WETSCHER (AT, Berlin)
Daniel Andrew
WUNDERER (IT/Südtirol, Wien)


Johannes BÜLTERMANN (AT, WIEN)

Johannes Bültermann, 1988 in Graz geboren, lebt in Wien.

Arbeitet derzeit in verschiedenen Positionen für Film- und Werbefilmproduktionen in Österreich, u.a. als Set-Aufnahmeleiter und als Regieassistent.
Studierte MultiMediaArt an der FH Salzburg und war anschließend Gaststudent für Regie an der HFF München.
Daneben arbeitete er für Filmproduktionen in  Frankreich, Spanien, Deutschland und Österreich.

Parallel entstanden 10 Kurzfilme (Buch & Regie).

 

 

 

FLIEHKRAFT (AT), Schwarzhumoriges Sozialdrama über die Schwierigkeit in einer unmenschlichen Welt zusammenzuhalten.

Logline: Gewaltbereites Mädchen flieht mit ihrem Hund aus zerrütteten Verhältnissen und gründet eine neue „Familie“.

Kurzzusammenfassung: 

Stella erfährt, dass ihre alkoholkranke Mutter sie ins Heim stecken will und reißt mit ihrem Hund aus. Nach einiger Zeit auf der Straße und der Suche nach Anschluss, findet sie Unterschlupf in einer Barackensiedlung und trifft auf eine Gruppe verwahrloster Kinder, deren übergriffigen Vater sie schließlich in die Flucht schlägt. Als sie die Kinder nicht mehr gut versorgen kann, kehrt sie mit der Kinderschar in das Haus ihrer Mutter zurück und gründet eine neue Familie - deren Oberhaupt sie nun ist.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden: Während der 15-Klausurtage in Baden wurde Mithilfe der Drehbuch-Coaches Elmar Freels und Françoise von Roy intensiv an den Drehbüchern, Treatments, Exposés und Loglines gearbeitet.
Die Stoffe wurden sowohl in der Großgruppe, in Vierergruppen aber auch in Einzelgesprächen besprochen und auf ihre Stärken, Schwächen und Potenziale analysiert. Dabei standen die Fragen: ‚Was will ich eigentlich erzählen?‘, ‚Warum will ich das erzählen?‘ und ‚WIE will ich das erzählen?‘ im Fokus.
Zudem gab es die Schreibübungen mit Andrea Christa, Input-Sessions und Vorträge der Trainer*innen und der externen Vortragenden. Dabei kam auch die Analyse des österreichischen, des deutsche Film- und Fernsehmarktes nicht zu kurz.

Alles in allem, war die Drehbuchklausur eine sehr intensive Zeit, die meinen Stoff ein großes Stück weiter gebracht hat. Ich kann die Drehbuchklausur in Baden nur wärmstens weiterempfehlen!“


Ilinca FLORIAN (AT, Berlin)

1983 in Bukarest, Rumänien geboren und in Österreich aufgewachsen, entschied sich zunächst für eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie Vorpommern, bevor sie 2007 nach Berlin zog.
Hier spielte sie am GRIPS Theater und nahm ihr zweites Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin auf, das sie mit dem Diplom zur Drehbuchautorin abschloss.
2011 gewann sie mit „Wolken Wollen“  den Preis für das Beste Drehbuch auf dem Internationalen Studentenfilmfestival „sehsüchte“.
Während der Ausbildung an der dffb entstanden mehrere Kurz- und Langfilmbücher sowie ein Serienkonzept unter ihrer Mitarbeit.
Außerdem realisierte sie in dieser Zeit zwei Kurzfilme, bei denen sie auch die Regie und den Schnitt übernahm. 2014 drehte sie den Dokumentarspielfilm „Still Around“, ein Porträt über ihre Familie.  Ilinca hat in den letzten Jahren als Werbetexterin, Trainee Storylinerin bei der UFA Serial Drama und als Castingassistentin bei Komplizen Film gearbeitet.
Die Tragikomödie Blind und Hässlich (© ZDF Kleines Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit LASS BROS und SHPN3 Filmproduktion), die sie zusammen mit dem Regisseur Tom Lass entwickelt hat, feierte 2017 auf dem Filmfest München seine Premiere und wurde dort mit dem FIPRESCI Preis des Internationalen Kritikerverbandes ausgezeichnet.
Auf dem Filmfest Oldenburg gewann der Film den German Independence Award und auf dem Filmfest Mainz (FILMZ) den Publikumspreis.

Im Februar 2018 ist Ilinca Florians literarisches Debüt, der Roman Als wir das Lügen lernten bei Karl Rauch erschienen, der ua. von der Süddeutschen Zeitung sehr gut besprochen wurde.

Im März 2018 war Ilinca mit dem Buch auf der Leipziger Buchmesse zu Gast.

„BLEIB SOLANG DU WILLST“ (AT)
Tragikomödie 100 Minuten, Kino

Logline: Martha, Jazzmusikerin, frisch Mutter geworden und frisch getrennt zieht bei ihrer Schwester Charlotte ein. Diese ist zwar im Leben angekommen, merkt aber bald, dass ihr etwas fehlt.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

„Die Drehbuchklausur hat mir sehr dabei geholfen, mir darüber klar zu werden, was ich erzählen will und vor allem wie. In meinen Augen kann man gar keine „Schreibschule“ besuchen, so etwas gibt es nicht. Oder es ist Geldmacherei. Man kann Schreiben nicht lernen, man kann sich nur hinsetzen und schreiben. Aber man kann sehr viel über Dramaturgie und über die Filmbranche lernen.
Wie sie aktuell funktioniert, vielleicht auch warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert.
Die Drehbuchklausur unter Andrea Christas enorm engagierter Leitung hat für mich diesbezüglich alle Erwartungen erfüllt und sie teilweise auch übertroffen. Ein wunderbarer Ort, um sich mit den Formen des filmischen Erzählens, mit dramaturgischen Konzepten –  die so oder auch anders funktionieren können – und seinem ganz persönlichen Erzählstil auseinandersetzen zu können. Außerdem habe ich unerwartet viele nette Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, mit denen ich gerne auch in Zukunft im Austausch bleiben würde. Drehbuchklausur in Baden: ich würde es immer wieder tun!“


Mag.art. Mag.phil. Christoph HORNAK (AT, Wien)

wurde 1985 in Wels, Oberösterreich geboren.

In Wien studierte er zuerst Theater-, Film- und Medienwissenschaft.
Dieses Studium schloss er 2012 mit der Diplomarbeit „Vergegenwärtigte Vergangenheit im Spielfilm - eine Analyse der Darstellung von Erinnerung in den Filmen L´ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD und ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND anhand der Theorien von Henri Bergson“ ab.

Danach folgte das Studium in der Filmklasse von Harun Farocki an der Akademie der bildenden Künste Wien. Dieses schloss er 2015 mit dem Diplomfilm DER SCHWINDEL ab.


Seine filmische Arbeit beschäftigt sich einerseits mit der Materialität des Mediums Film und andererseits mit dem Themenkomplex Erinnerung und Vergessen. Die Form reicht dabei von Kurz- und Spielfilmen bis hin zu experimentellen und essayistischen Arbeiten.

 

Ausstellungen (Auswahl):

GOING TO A SETTLEMENT (Survive Style, 2007), MIX TAPE OF A REVOLUTION (Rush Up, 2008), 120 (Akademie der bildenden Künste Wien, 2010), DE MEMORIA ET REMINISCENTIA (Akademie der bildenden Künste Wien, 2011), 12 STUDIEN ZU ‘EIN FILM IST EIN FILM IST EIN FILM (Akademie der bildenden Künste Wien, 2012; ORF III Kunstraum, 2012), DER SCHWINDEL (Akademie der bildenden Künste Wien, 2015), WATER (Kunst Haus Wien Hundertwasser, 2017)

Festivals und Auszeichnungen (Auswahl):

ICARUS (Early Melons 2010, Crossing Europe, 2010), DE MEMORIA ET REMINISCENTIA (Crossing Europe, 2011), DIE WILLKÜR, DIE DER AUTEUR ZUFALL NANNTE (BAT Kunstpreis, 2012), 9. STUDIE ZU ‘EIN FILM IST EIN FILM IST EIN FILM’ (Crossing Europe, 2012), DIE EINGESPERRTEN (YOUKI, 2012; FRONTALE, 2012), MANIFESTO. DE VISU. (Crossing Europe,2013)

„DER BAUM VOR LAUTER WALD“ (AT)
+++ WIEN +++ THEATER +++  FAMILIE +++ TRAUMA +++ LIEBE +++ POLITIK

Logline: Ein junger Theaterregisseur aus der Off-Szene ringt um das Ende für sein Stück, in welchem er die Beziehung zu seiner Mutter aufarbeitet. Er verliert sich in der Welt seiner traumatisierten Figuren, während seine Beziehung in die Brüche geht und draußen die Welt aus den Fugen gerät. Mit der Vergangenheit hinter sich, kann er sich der Gegenwart widmen. Ein experimenteller Spielfilm über Individuum und Gesellschaft.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

„Nicht oft hat man die Möglichkeit, sich zwei Wochen komplett seinem Projekt widmen zu dürfen - und ab und zu auch zu müssen. Durch die Intensität und Fokussierung muss man sich Fragen stellen, denen man aus dem Weg gegangen ist, und kann das ganze Potential des Stoffes entdecken. Das geniale an der Drehbuchklausur ist, dass man nicht alleine ist - was ja der Normalzustand beim Schreiben ist -, sondern man von Mitstreitern umgeben ist, die einen unterstützen und mit denen man sich austauschen kann.“ 


Corinna C. POETTER (DE, Bonn)

Geboren 1969 in Bonn. Studium Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Pädagogik an den Universitäten Bonn und Köln

Studium Film and TV Studies an der Waikato University, Hamilton, Neuseeland

Abschluss: Master of Arts

Während des Studiums Tätigkeit als freie Journalistin (Print) sowie mehrere Praktika am Theater und im Verlagswesen

Seit 1996 freier Producer und Dramaturgin u.a. für Schlemmer Film GmbH, Blinker Filmproduktion  GmbH, Augenschein Filmproduktion GmbH, Made in Germany Filmproduktion, 2pilots Filmproduktion GmbH, tvision Gmbh, Rexinfilm GmbH

Gründung von Orange Roughy Filmproduktion, aktuell: Co-Produktion mit Weydemann Bros GmbH „Zu Weit Weg“, Regie: Sarah Winkenstette

TV-Autorin und Redakteurin für WDR  und im Auftrag für ZDF

Documentary Campus Masterschool 2018/2019
Top:Talente Autorenwerkstatt 2016/17
Teilnahme an der Qualifizierungswoche „Kindermedienakademie“ Erfurt, 2012
Teilnahme am KHM/ifs-Seminar „Kinderdokumentarfilm SS 2011“

Masterclass Non-Fiction 2010, ifs Köln
Fiction-Producer Weiterbildung 2009 am Filmhaus Köln e.V.
Film Business School (MEDIA 2)
Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW.

Corinna C. Poetter lebt mit ihren vier Kindern in Bonn.

„IM PARADIES“, Dramedy, Episodenserie mit horizontalem Erzählstrang, 8x30 Min.
Ko-Autorin: Nadine Schweighardt

Tagline: Runter geht schneller als rauf.

Logline: Eine alleinerziehende Mutter im Sozialbau setzt alles daran, in ihr altes Leben als Spielerfrau zurückkehren zu können.

Eine Ex-Spielerfrau muss mit ihren Kindern ein neues Leben anfangen. Zurückgelassen in emotionalem Chaos und mit einem Berg Schulden, setzt sie alles daran, für ihre Kinder die abgewrackte Sozialbausiedlung so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Dabei merkt sie nicht, dass sich ihre Kinder nach anfänglichen Schwierigkeiten pudelwohl fühlen unter den Gestrandeten und  Lebenskünstlern. 

IM PARADIES  - eine satirische Familienkomödie über Abstiegsängste.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

"Die Tage in Baden in der Drehbuchklausur waren Gold wert! Erkenntnisse, Kontakte und Zeit, sich mit dem eigenen Stoff auseinanderzusetzen. Großartig waren auch die "erzwungenen" Schreibübungen. Danke dafür!"


Philipp SCHERZER (DE, München)

Philipp verbrachte seine Kindheit und Jugend in Schwabach, einer 40.000 Einwohner-Stadt im Süden von Nürnberg. Nach Abitur und Zivildienst zog es ihn zunächst zum Radio, wo er circa eineinhalb Jahre Redakteur und Teil einer Morning-Show war und später auch selbst seine eigene Show moderierte.

Parallel wuchs seine Begeisterung für Film und das Schreiben jedoch mehr und mehr, und so entschied sich Philipp im Jahr 2004 zu einem dreijährigen Bachelor-Studium in diesen Bereichen an der englischen Bucks New University in der Nähe von London.
Als er danach wieder nach Deutschland zurückkam, arbeitete er die nächsten drei Jahre als zweiter Regieassistent sowie Assistent der Aufnahmeleitung an Sets diverser Fernsehproduktionen, unter anderem „Die Rosenheim Cops“ (ZDF), „Doctor’s Diary“ (RTL) und „Pfarrer Braun“ (ARD).

Seine heimliche Leidenschaft blieb jedoch stets das Schreiben von Drehbüchern. 2010 entschied sich Philipp dann endgültig, den Beruf des Drehbuchautors einzuschlagen und absolvierte in diesem Bereich daraufhin neben der Arbeit ein aufbauendes Master-Studium an der renommierten Bournemouth University an der englischen Südküste.
Sein Abschluss-Drehbuch gewann dort den begehrten Alan Plater Screenwriting Award. Seit 2013 arbeitet Philipp als Drehbuchautor und Script Editor für die bayerische Fernsehserie „Dahoam is Dahoam“.
Ab Herbst 2018 wird er außerdem beim internationalen „Serial Eyes Programme“ der DFFB in Berlin teilnehmen mit dem Ziel, seine eigene Serie zu entwickeln.

„GUSTAV UND DIE UNMÖGLICHE BERECHENBARKEIT DER LIEBE“ (AT)
Familien-, Schul- und Liebeskomödie über die Chaostheorie des Erwachsenwerdens (Kino/TV).

Logline: Hochbegabter Teenager kurz vor dem Abitur gerät in heftige Turbulenzen, als er sich in „die Neue“ verliebt und in der Gunst um sie sogar seinen Punker-Bruder bekämpft. Schafft er es auch noch quasi nebenbei die zerrüttete Familie wieder zu vereinen?

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

"Ich kann die  Drehbuchklausur des Film-Art Instituts nur allen Drehbuchautoren und Regisseuren ans Herz legen – speziell denjenigen, die mit ihrem Stoff vielleicht etwas in einer Sackgasse stecken und ihn weiterentwickeln bzw. auf einen nächstes Level heben wollen. Ich bin den Experten und Coaches Elmar Freels, Francoise von Roy und Andrea Christa äußerst dankbar für ihr Feedback – nicht nur weil ich dadurch meinen Stoff neu dahingegen durchdacht habe, wie ich ihn am besten auf dem Markt platzieren könnte, sondern auch einmal wieder darin bestärkt wurde, auf meine innere Stimme zu hören (was in der heutigen Zeit meiner Meinung nach viel zu selten geschieht). Die DBK war für mein Projekt wirklich Gold wert."


Lilli SCHWABE (DE, WIEN)

Lilli Schwabe wuchs auf dem Land in Nordhessen auf und studierte nach dem Abitur Schauspiel in Wien und New York.
Sie spielte in zahlreichen Bühnen- und Filmproduktionen und machte am Theater erste Regieerfahrungen.
2011 schloss sie an der Universität Wien ihr Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft ab.

Nach der Geburt zweier Kinder feierte ihr Filmdebüt „Unterdruck“ (Regie, Drehbuch & Produktion) auf dem Max Ophüls Preis 2016 im Wettbewerb Mittellanger Film Premiere, war auf über 60 Festivals weltweit eingeladen und gewann zahlreiche Preise.
Zum Inn Kurzfilmfestival 2017 in Braunau wurde sie als Jurymitglied für den Wettbewerb Kurzfilm eingeladen.
Zurzeit arbeitet sie an ihrem ersten Langspielfilm.

Werkliste Film:

Unterdruck, 2016, 34 min

Infos und Trailer: www.unterdruck.at

www.augohr.de/catalogue/unterdruck

„MORE THAN A MATCH“ (AT), Drama

Logline: Eine pflichtbewusste Ärztin muss am Totenbett ihrer Tochter eine Entscheidung treffen und verändert damit nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben einer ihr fremden jungen Frau.
Sie kämpft sich nach dem Verlust in ihre alte Existenz zurück, zerstört dabei aber sukzessive nicht nur ihr Umfeld, sondern vor allem sich selbst, bis alles zusammen bricht und sie erkennt, dass sie ihren Schmerz nur aus sich selbst heraus überwinden kann, genauso, wie die junge Frau.
Ein Film über das Annehmen des Todes, die Kraft der Mutter und die unzuffällige Schönheit des Lebens.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

„Die unterschiedliche Zusammenstellung der hochqualifizierten und erfahrenen Dramaturgen, die sich intensiv auf jedes Drehbuch eingelassen haben, bildet das Herzstück der DBK.
Die verschiedenen Herangehensweisen im Umgang mit den Techniken des Drehbuchschreibens auf der einen Seite und der Kontemplation über den tieferen Kern jeder Figur und der gesamten Story auf der anderen, hatte einen eindrucksvollen Synergieeffekt auf mein Buch. Danke Andrea für diese großartige, inspirierende und auch sehr lustige Zeit an diesem wundervollen Ort! Und eine Umarmung an alle Teilnehmer, es war schön mit Euch und Euren Geschichten!“


Bernhard JAROSCH (DE, Berlin) und  Manuel WETSCHER (AT, Berlin) 
 

Manuel Wetscher und Bernhard Jarosch

Bernhard Jarosch, geboren 1989 in Stuttgart, studierte Geschichte und Medienwissenschaften in Leipzig und Weimar. Mit einer Arbeit über den Schriftsteller Rainald Goetz schloss er 2017 seinen Master an der Bauhaus-Universität Weimar ab und lebt seither als freier Autor in Berlin und Wien. Seine Kritiken erscheinen im Feuilleton der Frankfurter Allgemeine Zeitung, in Kunst- und Kulturmagazinen wie EIKON und Die Epilog als auch auf Literaturblogs wie Fixpoetry und Textem. Neben seinen journalistischen Beiträgen über Kunst und Literatur arbeitet er vermehrt an eigenen schriftstellerischen Projekten. Gemeinsam mit dem Regisseur Manuel Wetscher schrieb er das Drehbuch für den Kurzfilm FOUR SEASONS (Premiere: Diagonale' 18) und veröffentlichte einen Prosaband im Eigenverlag („Liljana Dreyer“, 2017). Als Schauspieler machte er in dem Film „Männerfreundschaften“ (2018) von Rosa von Praunheim auch Erfahrungen vor der Kamera.

 

Manuel Wetscher, geboren 1986 in Schwaz, studiert an der HGB Leipzig Fotografie und schließt dort im Juli 2018 sein Diplomstudium ab. Während des Studiums verlegt er mit Matthias Steinkraus u.a. das Künstlerbuch RIVA und publiziert den Gastbeitrag GEGENVERKEHR für das Magazin Eject der Bauhaus-Universität Weimar. Über das Zusammenstellen von Bildstrecken und das Nachdenken über die Narration im Fotobuch verstärkte sich die Auseinandersetzung mit dem Medium Film. Im Rahmen des Studiums ging er daraufhin für ein Semester nach Brüssel und Rom, um sich dem Film und der Architektur zu widmen. Sein Kurzfilm FOUR SEASONS hatte auf der Diagonale'18 in Graz Uraufführung und war beim Achtung Berlin Festival im Wettbewerb zu sehen. FOUR SEASONS ist für den Deutschen Kurzfilmpreis 2018 vorgeschlagen.

Publikationen als Steinkraus Wetscher: DIE VÖGEL (2017), Künstleredition; GEGENVERKEHR (2016) Eject, Zeitschrift für Medienkultur; RIVA (2015), Künstlerbuch, Eigenverlag.

Filme: FOUR SEASONS (2018); STELLA (2018); WILDE PALMEN (Videoinstallation, 2016); SHOW ME YOU ATE IT ALL (2016).

FAITH IN STRANGERS“ (AT)
Science-Fiction Thriller über das Auftauchen einer fremden Substanz und ihre Auswirkungen auf die menschliche Existenz.

Logline: Vier internationale Wissenschaftler forschen auf einer abgelegenen Atlantikinsel an einem künstlichen Algenschwarm und verdrängen, dass die Substanz bereits mit ihren innersten Sehnsüchten kommuniziert – bis ein tödlicher Konflikt um die Kontrolle auf der Insel entbrennt.

Kurzzusammenfassung („Faith in Strangers“):

Vier internationale Wissenschaftler*innen eines Technologiekonzerns erreichen die abgelegene Forschungsinsel „Sein“ und beginnen mit ihren biotechnologischen Experimenten an einem künstlichen Algenschwarm.

Nachdem der Projektleiter aus Frust über die ausbleibende wissenschaftliche Anerkennung im Geheimen den Schwarm manipuliert, entwickelt die Substanz ein eigenes Bewusstsein und versucht über die verschütteten Träume der Forscher Zugang zu deren Körpern zu finden.

Die Versuchung durch den Schwarm spaltet das Team in zwei Gruppen: Während die eine Seite der Verwirklichung ihrer stärksten Sehnsüchte folgt, wehrt sich die andere gegen die tiefgreifenden Veränderungen, die auch ihre Körper betrifft – doch die Grenzen zwischen Leben und Tod sind bereits neu definiert.


Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

„Wie Andrea Christa die Drehbuchklausur organisiert, ist einfach bestechend. Die Zusammensetzung der Teilnehmer, die Auswahl der Experten, der Ort und die Stimmung fügen sich zu einem sehr produktiven Arbeitsverhältnis. In den zwei Wochen hat sich das Projekt drei mal um sich selbst gedreht und hat am Ende doch eine klare Form angenommen. Als besonders gelungen empfand ich das Zusammenspiel der unterschiedlichen Formate.
Die Inputvorträge von externen Experten, die kurzen und die langen Feedbackgespräche der Mentoren, die Schreibübungen und die freie Zeit sind gut dosiert, so dass immer wieder neue Anregungen entstehen, die sich verarbeiten und reflektieren lassen.
Ich bin Andrea und den Experten sehr dankbar für die Möglichkeit, so konzentriert an Herzensprojekten zu arbeiten. Das ist selten und umso wertvoller!“


Daniel Andrew WUNDERER (IT/Südtirol, WIEN)

Daniel Andrew Wunderer ist leidenschaftlicher Autor, leidensfähiger Produzent und lei…wander Regisseur.
Geboren in England, aufgewachsen in Südtirol, hat er Geschichte und Publizistik in Wien studiert, Film und Literatur in Siena und Drehbuchschreiben in Köln, Manchester und Tampere.
Neben dem Studium wirkte er an mehreren Dokumentar- und Spielfilmen mit, unter anderem als Regisseur für die Doku-Reihe „Menschen, Mythen und Legenden“ auf Servus TV. Sein Skript „Don’t Tell“ (Still!) wurde 2016 bei der BlueCat Screenwriting Competition für den Joplin Award nominiert. 
Im selben Jahr entstand auch sein erster Kurzspielfilm ANGST und gleich im Anschluss der zweite: Zuflucht.
Beide Filme laufen seit 2017 im Festivalzirkus und durften bisher über 30 Festivals auf vier Kontinenten besuchen.

Seit 12 Jahren lebt Daniel in Wien. Zurzeit schreibt er an einer Fernsehserie, einer Graphic Novel, zwei Kurzfilmen und an seinem Langfilmdebut, einer Weiterentwicklung von Still!.

In seiner Freizeit geht er auf Hochzeiten und Filmfestivals, wo er manchmal von Urlaub träumt, meistens aber von einer Fernsehserie, einer Graphic Novel, zwei Kurzfilmen und der Weiterentwicklung von Still!.

„SAG  ES NIEMANDEN!“ (AT)

Abgründiger Thriller über die dunklen Seiten der Seele – aus Sicht eines Kindes.

Logline: In einem Jugendheim am Rande Wiens findet ein zwölfjähriger Außenseiter zum ersten Mal Anschluss an eine Burschengruppe, doch dann gerät er in das Netz eines charismatischen Kinderfängers.

Feedback zur Drehbuchklausur 2018 in Baden:

„Feedback ist für meinen Schreibprozess essentiell, im stressigen Arbeitsalltag sind erfahrene Drehbuchleser jedoch gar nicht so  leicht zu finden. 
Die DBK 2018 hat mir die Möglichkeit gegeben, mich in einem wohlwollenden Umfeld mit KollegInnen und ExpertInnen auszutauschen und voll in meiner Geschichte zu verlieren.
Für die Erfahrungen die ich gemacht habe und die Freundschaften die geknüpft wurden, bin ich sehr dankbar, ich glaube sie haben mich und meinen Film weitergebracht.“